Alles was nicht natürlich ist,

      ist unvollkommen     

Napoleon I

Inhalt

Peter, der Herr mit seinen 758'621 „Mitarbeiterinnen“


„Was nützt mir eine schöne „Bluescht“, wenn sie nicht richtig bestäubt wird? Habe ich dann für die Brennerei die guten, schönen Früchte für einen vorzüglichen Brand ?“ Das fragt sich Peter Rüttimann immer wieder.

Wie für einen guten Brand lebt Peter Rüttimann auch für seine Bienen. In seinem grossen Bienenhaus verbringt er viele interessante Stunden. Er hegt und pflegt seine „Mitarbeiterinnen“. Daher auch der vorzügliche Blüten- und Waldhonig, der nebst den Bränden ab Hof verkauft wird.

Peter’s Philosophie ist ungebrochen
„Nur mit gesunden Bienen und reifem Brenngut kann eine hervorragende Qualität erzeugt werden.“

In der Schweiz gibt es rund 16'900 Bienenvölker (Stand 2010). Ein gutes Bienenvolk besteht aus einer Königin, ca. 1'000 Drohnen und je nach Jahreszeit aus 10'000 bis 60'000 Arbeiterinnen. Der  Honig ist das wichtigste Produkt der Bienen. Ein Schweizer  Bienenvolk liefert pro Jahr ca. 8 kg Honig. Herr und Frau Schweizer essen pro Jahr rund 1,3 kg Honig. Mehr als die Hälfte davon ist Importhonig. Der Schweizerhonig wird grösstenteils von den Imkern direkt an den Kunden verkauft. Beim Honig unterscheidet man grundsätzlich zwischen Blüten-, Blatt- oder Waldhonig.  Während die Bienen den Blütenhonig aus dem Nektar, insbesonders von Obst, Löwenzahn und Raps machen, wird der dunklere Waldhonig aus zuckerhaltigem Pflanzensaft gewonnen.

Ertragssicherung durch fleissige Bienen

Wild- und Honigbienen erfüllen für unser Ökosystem wesentliche Schlüsselfunktionen. Umso dramatischer erscheint es, dass immer mehr der bestäubenden Insekten durch zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft ihren ursprünglichen Lebensraum verlieren. Eine Tatsache, die auch auf die Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion zurückfällt. Ist doch die Ertragssicherheit zahlreicher landwirtschaftlicher Kulturpflanzen eng an die Bestäubungsleistung der Hautflügler gekoppelt.

Langfristige Bienenförderung muss klares Ziel sein

Nicht nur Honigbienen, sondern auch die etwa 670 heimischen Wildbienenarten sind als Bestäuber unverzichtbar. Die Förderung bestäubender Insekten muss daher auf lange Sicht gesichert werden. Landwirtschaftselemente wie Magerwiesen, Hecken und Brachflächen bilden als Nahrungs- und Rückzugsorte in unserer Kulurlandschaft für das Überleben dieser Insekten eine wesentliche Voraussetzung. Es ist weitgehend unbestritten, dass der Rückgang der Bestäuber eine der Hauptbedrohungen für die biologische Vielfalt darstellt.

Nun ist es höchste Zeit, auch die Landwirtinnen und Landwirte für die vielseitigen Leistungen der Bienen verstärkt zu sensibilisieren, meint Peter Rüttimann.